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3. Country Music Messe Nürnberg - Teil 1, Samstag 08.11.08
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CMM nuernberg 2008 team
CMnet Team Stephan, Achim und Lulu (nicht auf dem Bild Benny)

Ein Bericht aus der Pultsicht von Lulu M.Rudolph

Samstag, 08.11.2008 auf der Countrymusic24 Bühne

Gitty11:00 Uhr Gitty: Es war schon 11:00 Uhr und noch keine Gitty in Sicht!? Abgesagt hatte sie nicht. Nach 10 Min. kam sie abgehetzt an. Sie dachte 11:20 Uhr wäre Auftrittszeit und sie hatte sich wohl auch nicht weiter informiert. Ihre Freundin wartete schon an der Tür, ganz aufgeregt: "Alle warten schon auf Dich!" Gitty zeigte sich gefaßt obwohl man merkt daß sie ganz aufgeregt war innerlich. Sie gab ihr Playback Achim am Mischpult, nahm ein Mikrofon, "1, 2, 3" dann legte sie los mit "Sing Me An Old Fashion Song", eine schöne kräftige Stimme. Sie sang nicht nur englisch sondern auch einzelne Strophen in deutsch wie "Weiss Du Was Ich Will?". Sie stellte ihr zweites Album vor mit "What Am I Gonna Do With All These Love". “The Line Dancers” fingen an zu tanzen mit "Down Here In Texas" geschrieben von Ron Davis. Ihr neue CD wird im Frühjahr 2009 rauskommen.

12:00 Uhr Dan McCoy: ein Solokünstler mit Akkustikgitarre aus Texas, USA. Er schreibt seine Lieder selbst, aber auch für andere Musikgrößen wie z.B. die Dire Straits. Heute spielt er nicht nur seine selbstgeschriebene Songs sondern auch Gecovertes. Er fing mit "It`s a Long Time". Er zeigte sich Dan McCoybewundernswert gekonnt auf der pickin’ Rhythmusgitarre. Dann legte er mächtig los mit "Honky Tonk Heart", die Line Dancers konnten sich nicht mehr halten - sie mussten einfach lostanzen. Zwischendurch trank er Bier oder ? Dan McCoy spielte zwar alleine ohne Playback, aber hörte sich so, als ob drei Musiker spielten. Absoluter Hammer war, als er sein Instrumental Stück losspielte - wie eine ganze Band. Danach legte er den Kapodaster an seine Gitarre, damit er "C-R-A-Z-Y For You" besser singen kann. Nicht schlecht. Mit "The Only Daddy That`ll Walk The Line", einem traditionellem Waylon Jennings Titel beendete er seinen Auftritt - Country mit Pfiff. Momentan ist er "on Tour".

13:00 Uhr Jolina Carl: Als erstes wurde ein Banner hochgezogen (ich hatte schon gerätselt, ob im Karton irgendein Instrument war). Sie gab ihr Playback an Achim am Mischpult, kurzer Soundcheck dann rief sie laut "Yeeeeeeaaaahhhh!, (alle mal her hören, ich habe viel zu erzählen!). Dieses Eröffnungsstück war energiegeladen. Der Saal war im nu voller Zuschauer sowohl als auch Linedancer. Danach stellte sie ihre neue CD "Rocket" vor mit "Old Weakness" - eine kräftige Stimme. Sie sang "Nothing Better To Do" von Leann Rimes. Der lieber Gott hat entschieden, daß Männlein und Weiblein zusammenkommen, erzählt "Hard Travel". Nun kam eine Ballade, "You Were Mine" von den Dixy Chicks, ein erfolgreicher Titel der "Südstaaten Hühner" Girl Band. Dieses Lied war wie auf Jolina's Stimme zugeschnitten, gefühlvoll gesungen und erzeugte Gänsehaut bei den Zuschauern. Weiter so Jolina! Der Moderator von Countrymusic24 Bühne Bronco kündigte an, daß Jolina morgen, Sonntag im "Blue Bird Cafe" zu sehen ist.

Scotty Riggins14:00 Uhr Scotty Riggins (USA): Mit Banjo, Dobro und akkustischer Gitarre sang er sich mit traditional Countryballaden in die Herzen der Zuschauer. Gefolgt von "City Of New Orleans", ein Liebeslied, das er schon bereits vor langer Zeit im "White Night Club" gesungen hatte. Man konnte sehen, die Country Fans haben mitgeschunkelt, er wurde belohnt durch einen riesen Applaus. "Now, it's time for Audience Participation" (die Zuschauer miteinbeziehen). Er hat erstmal vorgesungen - die Zuschauern guckten sich gegenseitig an - "Tongue Twister" (ein Zungenbrecher), dann lachten die Zuschauer: konnten zwar nicht mitsingen, amüsierten sich aber prächtig. Scotty wurde immer schneller und schneller mit seinem zungenbrecherischen Lied. Die Zuschauern haben mitgeklatscht, schließlich Händeklatschen ist einfacher und machbarer als zungenbrecherisch zu singen (wenn man erstmal dazukam, hi, hi, hi). Hut ab!

Henry Eye15:00 Uhr Henry Eye: ein sympathischer Musikkollege, der bei Country Musik Messen immer dabei war und ist. Er gab sein Playback an Achim am Mischpult und sang los mit seiner tiefen, kühlen Stimme. Prompt waren die Linedancer auf der Tanzfläche. Singen auf Englisch konnte er gut, überraschte aber die Zuschauern auch mit einem deutschen Lied. Viele im Publikum hatten mitgesungen und die Linedancer hatten ihren Spaß. Plötzlich flogen CDs durch die Luft zu den Zuschauern. Er ist der einzige Künstler bei Musik Messen, der CDs in die Zuschauermenge wirft. Der Moderator Gunther fragte: "Henry, was machen noch diese restliche CDs im Karton?" , Henry: die sind für für die nächste CMM in Berlin". Gunther sagte, "Ach was, raus damit", dann verschenkte Gunther Henry's CDs den Zuschauern. Cool bleiben, Henry!

16:00 Uhr Dolly & Kenny (HR): Ein sympathisches Künstlerpaar aus Kroatien, er - ein großer staatlicher Mann, sie - eine kleine zierliche Frau wie eine Barbiepuppe. Kenny eröffnete alleine mit seiner rauchigen Stimme, dann kam Dolly dazu, es war so schön anzuhören - Gänsehaut pur! Danach sangen die beide "Islands In The Stream". Vorher kündigte Dolly an, daß sie so erkältet ist, daher ist sie heiser. Sie meinte, sie redete viel zu viel und das macht die Heiserkeit noch schlimmer. Es war trotzdem sehr gut. Es waren viele Zuschauer vor der Bühne, dann tanzten sie als Dolly und Kenny ein Cha-Cha Stück "He Drinks Tequila" wunderschön als Duett gesungen. Danach sangen sie gefühlvoll das schönste Liebeslied "I Will Always Love You", die "Gänsehaut" garantierte nicht nur bei mir sondern auch bei den Anderen erzeugte. Zum Abschluß dann noch ein Weihnachtslied. Das Lied weckte Sehnsucht nach Familiezusammenkunft zu Weihnachten. Wieder einmal ein schöner Auftritt von Dolly & Kenny.

Tri-Hawk17:00 Uhr Tri-Hawk: Gott sei Dank, wir hatten eine halbe Stunde Umbaupause zur Verfügung. Meine Söhne Ben und Stephan brauchten diese Zeit um das Drum Set linkshändig umzubauen - der Schlagzeuger ist nämlich Linkshänder. Der Gitarrist hat eine Doppelhalsgitarre (Gitarre/Bass Kombination) hatte ich vorher noch nie geshen so etwas. Dieter von diese Band fängt mit "One Step Forward" an - beeindruckend gut. Die "Most 4tee Linedance" u. a. waren nicht mehr zu bremsen, sie tanzten mit Inbrunst. Danach "Down On The Corner" von CCR gefolgt von "Lay Down Sally" von Eric Clapton. Nun kam der Einsatz von der Doppelhalsgitarre / Bass zur Geltung bei "Margaritaville". Intro mit der oberen E-Gitarre dann nach unten zum Bass - Hut ab! Die Band spielt nicht nur Powerstücke sondern auch Balladen wie "Trail Of Tears". Dieses Stück ist außergewöhnlich, da die unterste Seite von der E-Gitarre wie eine Mandoline gespielt wurde. Es erzeugte einen schrillen Ton, ist trotzdem melodiös und angenehm an den Ohren. Ich gucke gerne, wie die Linedancer tanzen dann entdeckte ich ein kleines Mädchen, auch sie tanzt Linedance - super Mäuschen! Tri-Hawk spielte u. a. ein Elvis Presley Medley "Jailhouse Rock / King Creole”. Die Begeisterung auf den Gesichtern der Zuschauern war wirklich nicht zu übersehen. Super Jungs!

18:00 Uhr Vivien Searcy (S): Die Mutter ist Italienerin, der Vater ist ein Amerikaner. Sie ist in Italien geboren und aufgewachsen. Sie wohnt aber jetzt in Schweden - eine junge dynamische Künstlerin. Sie fängt acapella an mit "Local Face" an, eine energiegeladene Show. Dann sang sie Balladen aus ihren Debüt Album wie "My Friend" und "Rainy Day". Mit "Don Song" ging sie runter von der Bühne zu den Zuschauern. "You're Coming Home" folgte dann sang sie "Thank To The Hand",ihre neueste Single. Zum Abschluß heizte sie noch malein mit "Guitar Man". Der Saal war voll und viele Fotografen knipsten Bilder. Begeisterung war zu sehen bei den Zuschauern, besonders auf den Gesichtern der Männer. Der Moderator DJ Bronco fragte Vivien: "Warum wohnt so eine Frau in Schweden und nicht in Berlin?"

Frankie Raydell & Dog Gon19:00 Uhr Frankie Raydell & Dog Gone (GB/D): Frankie ist Deutscher Countrysänger und holte eine Band (Schlagzeuger, E-Gitarrist, Steelgitarrist, Kontrabassist und Rhytmusgitarrist) aus Großbritanien. Diese Band hält nicht viel von Playbacks, also gab es handgemachte Musik. Ich markierte diese Gruppe mit einem lachenden Gesicht (Smiley)! Wenn ich meine Augen zumache, höre ich als ob das meine Band Crossroad war mit unserem verstorbenen Pedal Steeler Peter Krebs. Diese Band spielte auf hohem Niveau! Wie sie dieser halbe Stunde mit ihren musikalisches Können gefüllt hatten, wow!! Die Zuschauern wollten noch mehr. Unter anderen heizten sie mit "Matchbox", eine Rock n´ Roll Country. Mann konnte sehen, ihre Musik geht ins Blut der einzelnen Musiker - jede einzelne Musiker läßt sich gehen und macht seine eigene Show. Sogar der Kontrabassist mit so einem riesen Kontrabass liesst sich anstecken, kippte nicht nur den Kontrabass akrobatisch sondern auch sich selbst - ich dachte, ich guck nicht richtig. Die Country Fans tobten und wollten noch mehr. Zum Abschluß spielten sie ein "Folsom Prison Medley", zu dem sie einzelne anwesende Sänger auf die Bühne holten. Man bekam musikalische Knie, so wie diese Musiker spielen. "Go ahead and show you talent all over the world, boys!"

20:00 Uhr The Monuments (GB): Die Musiker (Schlagzeuger, Saxophonist, Bassgitarrist, E-Gitarrist und eine Percussionistin) flogen extra aus Großbritanien direkt nach Nürnberg zur Country Music Messe. Hier auf der Countrymusic24 Bühne geht es Schlag auf Schlag - eine gute Band nach der anderen. Achim am Mischpult, Ben und Stephan technisch auf der Bühne hatten viel zu tun. Die Band fängt mit einem lebendigen Lied an, bei dem die Linedancer gleich von Anfang an getanzt haben. Dann stellte der Sänger Informationen über ihren CD vor, jetzt Achtung, auf Deutsch! Natürlich unterstützt mit einem Spickzettel. Ich finde es unheimlich niedlich wie er diese Informationen (mit englischen Akzent) vorgelesen hat. Weiter mit "I'm Gonna Have Fun", "Seven Hills Outlaw" und ein Stück von Willi Nelson. Nun folgt mal wieder ein Stück mit "Audience Participation" (Zuschauer Mitmachsong) mit "Man In Black". Im Saal war kein Platz mehr, besonders dort wo die Linedancer tanzten. Ich entdeckte ein Tanzpartner, er strahlte viel Freude aus beim Tanzen, mit vollen Körpereinsatz genaus so wie seine Partnerin. So was ist nett anzuschauen. Zum Abschluß spielten der Band ein schnelles Cha-Cha ähnliches Stück. So wie die Band vorher, tobten auch hier die Zuschauer und das auch mit Recht. Der Moderator kündigte an, daß der Sänger nach Nashville geht im Juli nächsten Jahres, um sich musikalisch umzusehen, wer weiss?

21:00 Uhr David Waddell & Hellbound Train (USA / D): Eine Band mit viel "Drive" mit Schlagzeug, Bassgitarre, E-Gitarre und Rhythmusgitarre. Die letzte Band heute Abend. Der Sänger schreibt (auch für andere bekannte Countrymusiker) und singt seine Lieder selbst, hat viele Auftritte mit Countrygrößen wie Neil Young, Mark Wise, usw. Die Band fängt an mit "Hard Times for The Working Man" und ”One more Day, One More Dollar”. Dann spielten sie "Everyone Is Broke" (Jedermann ist Pleite), da sich anscheinend viele angesprochen fühlten. Danach ein Walzer "Across The Borderline" dann folgte ein energiegeladenes "Stone Country", ein Lied über exzessives Alkohol- und Zigarettenkonsum. David wollte auch zeigen, daß er nicht nur englische kann sondern auch einige Brocken deutsch spricht, Beispiel "Ich habe Kuhsch... auf meine Stiefel". 

Naja, da hilft nur putzen meint Eure Lulu! (Fotos Petra Schönberger)

Teil 2 folgt !!

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