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Ab April 2009 steht uns mit Werner W. Frick (Tex Warner) ein kompetenter Fachmann in Sachen Country Music zur Seite, um das CM NET Country Lexikon mit zu betreuen. Tex ist Musiker und Autor des 1999 erschienenen “Lexikon der Country Music”.
"Country Music ist mein Leben" sagt Werner W. Frick, der eher unter seinem Bühnennamen Tex Warner bekannt ist. Ein Blick zurück bestätigt diese Tatsache. Geboren am 16. Februar 1946 in der Nähe von Augsburg, befasst er sich seit seinem 13. Lebensjahr mit der amerikanischen Country Music. Als 14-jähriger trug er Zeitschriften aus und verdiente sich etwas Geld damit, um sein Taschengeld aufzubessern. Er sparte fast ein ganzes Jahr, um sich dann bei einem Versandhaus eine billige Gitarre erstehen zu können.
Mit Country Music bzw. damals noch als "Hillbilly Music" oder "Country & Western Music" bekannt, kam er 1959 in Berührung. Der amerikanische Soldatensender AFN Munich hatte tägliche Country Music Shows, die er selten versäumte anzuhören. Es war ihm gar nicht bewußt, daß Country Music erst so richtig in den U.S.A. zu wachsen begann. Bereits damals träumte er von einer eigenen Band. 1967 war das Jahr, wo er ein paar Musiker fand, die bereit waren, Country Music zu spielen. Die meisten Musiker wollten jedoch nicht ausschließlich Country machen, da ihrer Meinung nach damit kein Geld zu verdienen war.
Sicher, sie hatten anfänglich nur ein paar wenige Auftritte für wenig Geld, doch für ihn gab es nur eine Devise, die auch heute noch gilt: "Ich mache Country Music oder gar keine." Der erste Country Song, den er hörte, war: "I'm sorry for you my friend" gesungen von Hank Williams, sr. Hank Williams hatte eine Art, seine Lieder zu präsentieren, die ihn sehr beeindruckte. Das Gefühl, die Ehrlichkeit und die Einfachheit in den Liedern hat ihn überzeugt.
Hank Williams ist sicherlich die wichtigste Country Music Persönlichkeit für ihn. Doch auch Jimmie Rodgers, der "Mississippi Blue Yodeler" und insbesondere der legendäre Lefty Frizzell hinterließen für ihn entscheidende Eindrücke. Tex versuchte jedoch seinen eigenen Stil zu präsentieren, denn es gibt ja bereits einen Johnny Cash oder einen Waylon Jennings etc.
Er findet es nicht gut Country Sänger zu kopieren. "Wie kann ich meine eigenen Gefühle übermitteln, wenn ich einen anderen kopiere?" Es ist eigentlich schade, dass sich heute fast alles ähnelt. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass Country Music heute wie Pop-Musik nur noch kommerziellen Erfolg haben muß. Stilisten sind nicht mehr so gefragt. Man muß sich gut verkaufen können. Ganz am Schluß kommt dann die Frage, ob man auch singen kann.
Als er 1970 das erste Mal nach Nashville, Tennessee kam, wohnte er bei einem Grand Ole Opry Star, den er auf einer Deutschland-Tournee kennenlernte. Er nahm ihn mit zur Grand Ole Opry, wo er selbst auftrat. Es war damals noch im alten "Ryman Auditorium". Er stellte ihn auf der Bühne dem Publikum als Country Sänger aus Deutschland vor. Es war für ihn wie in einem Traum, als er viele der großen Stars, die er ja nur vom Radio und von Büchern her kannte, persönlich kennenlernen durfte.
Tex sieht seine Stilrichtung irgendwo zwischen "Hard Country", "Honky Tonk Music" und "Nashville Sound", heute würde man es als “traditionelle Country Music” bezeichnen. Hard Country, da er darunter die klassische Country Music versteht, die nicht durch Rock oder Blues-Stile beeinflußt ist. Honky Tonk Music, da diese Music über das Leben wie es ist, berichtet. z.B. über Familienkrisen, Trinkprobleme, einfach das Verhalten der Menschen untereinander. Nashville Sound, da diese Richtung relaxed gespielt wurde. Sie ist sauber (auch in der Sprache) und "southern". Für ihn gibt es American Country Music nur in der Originalsprache. Country Music ist eine der wenigen wirklich in den U.S.A. entwickelten Musikrichtungen und kann für ihn in einer Fremdsprache nicht mehr das ausdrücken, was es aussagen soll.
Tex Warner online : www.texwarner.com
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