Comin' Down The Road - The Concert At Royal Albert Hall John Fogerty
Live-DVD: John Fogerty, Kopf und Stimme von ,,Creedence Clearwater Revival", feiert auf ,,Comin' Down The Road" einen neuerlichen Triumph in der ausverkauften Royal Albert Hall
In der Royal Albert Hall steigt ein Mann mit Gitarre die Ränge herunter, erklimmt die Bühne und beginnt zu spielen: ,,Coming Down The Road". Das steckt voller Symbolik. Denn nach 37 Jahren in den Londoner Musentempel zurückgekehrt ist der Mann, der ,,Creedence Clearwater Revival" war. Zu sehen auf der Video-DVD ,,John Fogerty: Comin' Down The Road - The Concert At Royal Albert Hall" (erschienen bei Verve).
Almost Heaven
Darsteller: Heike Makatsch, Nikki Amuka-Bird, Wotan Wilke Möhring Regisseur: Ed Herzog Komponist: Bill Frisell, Charlie Gillett Format: Dolby, PAL Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0) Bildseitenformat: 16:9 FSK: Freigegeben ab 6 Jahren Studio: Euro Video Erscheinungstermin: 16. Juli 2009 Spieldauer: 98 Minuten
Roadmovie vor karibischer Kulisse: 'Almost Heaven' (2005), jetzt auf DVD erhältlich, erzählt die Geschichte von Helen (Heike Makatsch), deren größter Traum es ist, im legendären Bluebird Café in Nashville aufzutreten. Als sie erfährt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, macht sie sich auf den Weg dorthin, landet aber versehentlich auf Jamaika.
Kulleräugig und naiv stolpert Helen zunächst durch Kingston, wo sie auf die Trickbetrügerin Rosie (Nikki Amuka-Bird) trifft. Nachdem Rosie Helen zunächst einmal um ihr Geld (und einen Tag wertvoller Zeit) bringt, treffen sich die beiden - natürlich rein zufällig - wieder und tun sich zusammen, um auf die andere Seite der Insel zu gelangen, wo Helen den nächsten Flieger in die USA nehmen will. Doch irgendwas kommt immer dazwischen, und so findet Helen schließlich ihr Glück im Auftritt mit einer Altherren-Band, die bereit ist, 'Country Roads' in einer Reggae-Version zu spielen.
Klingt klischeehaft? Sieht auch so aus. Zudem nimmt man Makatsch die Todkranke nicht unbedingt ab, die Sängerin aber noch weniger: Das Stimmchen ist einfach zu dünn. Trotzdem ist der Film recht unterhaltsam, was zum einen an der Kulisse liegt (sowohl Traumstrände als auch Wellblechslums haben ihren Auftritt), zum anderen aber auch an Nikki Amuka-Bird, die ihrer Rosie das nötige Maß an Trotz verleiht, sowie am Zusammenspiel der beiden weiblichen Hauptfiguren.
Hannah Montana – Der Film Genre: Teenagerfilm, Musikfilm FSK: ohne Altersfreigabe Darsteller: Miley Cyrus, Emily Osment, Jason Earles, Billy Ray Cyrus, Dolly Parton, Tyra Banks, u. a. Regisseur: Peter Chelsom
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany Kinostart: 04.06.2009
Inhalt: Der hübschen und sympathischen Miley Stewart steigt so langsam der Erfolg ihres Egos als rockende „Hannah Montana“ zu Kopf. Es wird höchste Zeit für Papa Robbie Ray seiner Tochter ein paar wichtige Lektionen fürs Leben mit auf den Weg zu geben. So gelingt es ihm seine Tochter Miley zu überreden ihre verträumte Heimatstadt Crowley Corners in Tennessee zu besuchen. Dort soll sie in aller Ruhe über die Zukunft nachdenken. Kurzerhand entschließt sich Miley in Gestalt von „Hannah Montana“ bei der Geburtstagsparty ihrer besten Freundin Lily aufzutauchen, ist in der idyllischen Kleinstadt die Hölle los, was u. a. mit dem undurchsichtigen Mr. Granger zusammenhängt, der alles daran setzt, das Geheimnis von Miley zu enttarnen. Das scheint dem Mädchen in dem Moment aber nicht zu interessieren, da sie gerade ganz andere Sorgen hat. Sie hat sich nämlich Hals über Kopf in ihren alten Freund Travis verliebt. Es ist alles nicht so einfach, wenn man ein Teenager ist…
Kritik: Nach dem weltweiten Kinoerfolg mit „Highschool Musical 3 – Senior Year“ bringt Disney jetzt den nächsten Teenie – Star auf die große Leinwand. Sie ist einer der berühmtesten Teenager von Amerika. Ein Film mit jeder Menge Spaß, großen Träumen und klasse Musik!
Beer For My Horses Regie: Michael Salomon Cast: Toby Keith, Rodney Carrington, Tom Skerritt, Ted Nugent, Claire Forlani, Willie Nelson, Gina Gershon Distributor: MIG / Euro Video OT: Beer For My Horses Actionkomödie, USA 2008 Laufzeit: 84 Min. FSK: ab 16 VÖ: 10.04.2009 DVD-Details - Audio: Deutsch, Englisch - DD 5.1. & DD 2.0 Bildformat: 16:9 anamorph Bestellnummer: 241203 EAN: 4009750241202 Ab 27.03.2009 im Verleih!
Polizei Justiz ... kann tödlich enden.
Der US-Kino-Hit 2008 mit Rodney Carrington, dem Comedystar aus der Fernsehserie "Rodney", Emmy-Gewinner Tom Skerritt (Alien, Top Gun) und Gitarrenlegende Ted Nugent
Joe Bill "Rack" Racklin (Toby Keith), der Sheriff eines kleinen Hinterwäldler-Städtchens in Oklahoma, ist von seiner Freundin verlassen worden. So sehr stört ihn das aber gar nicht, er tröstet sich schnell mit seiner alten Flamme, Annie (Claire Forlani). Aber Joe hat mit den Frauen einfach kein Glück. Kaum sind die beiden wieder ein Paar, wird Annie auch schon von mexikanischen Drogenbaronen entführt, die ihren Boss aus dem Gefängnis freipressen wollen. Doch die Gangster haben eines vergessen: Einem frisch verliebten Sheriff klaut man nicht mir-nichts-dir-nichts sein Mädchen. Und so startet Joe zusammen mit seinem besten Kumpel Lonnie (Rodney Carrington) eine wilde Verfolgungsjagd quer durch den Staat, bei der kein Knochen heil, kein Verbrecherhintern vor Indianerpfeilen verschont und kein Auge trocken bleibt ...
"Die absolute Kult-Actionkomödie mit den Stars der Countryszene." Boston Times
In bester "Nur 48 Stunden" - Tradition mit den Country-Superstars Toby Keith und Willie Nelson
Aus dem Hause DIXIEFROG kommt ein superschicker Leckerbissen. In zweijähriger Arbeit entstand eine einzigartige, aufwändige Compilation-Box, wie sie bislang noch nie veröffentlicht wurde.
"Indian Rezervation Blues And More" ist eine faszinierende Zusammenstellung aktueller indianischer Musik aus den USA und Kanada. "Indian Rezervation Blues And More" ist weder New-Age-Kopplung noch akustische Touristenfalle. Die MusikerInnen sind "native artists", und sie sind sich dessen bewusst, doch beeindruckt die musikalische Vielfalt, die von traditionellen Klängen, über Blues und Country bis hin zu HipHop und Rock reicht.
3 CDs, drei Stunden Musik, 33 KünstlerInnen, 30 Minuten Videomaterial und ein 48-seitiges Booklet: es gibt viel zu entdecken! Veröffentlichung soll im April 2009 sein!
Indian Rezervation Blues And More
CD-1 1. Aaron White Blue Stone Project - Heart Beat - 2. Wayne Lavallee - Trail Of Tears - 3. Keith Secola - Wailing Blues - 4. Derek Miller - Shot O'cocaine - 5. Art Napoleon - Cree Sunrise - 6. A Paul Ortega - Chicago - 7. George Leach - Dizzy Dog - 8. Jacques & The Shakey Boys - God And The Devil - 9. Art Napoleon - Bushman Blues - 10.Aaron White Skychasers - Two Warriors Crossing - 11.Wayne Lavallee - Shed Allot Of Light - 12. Elizabeth Hill - The Grass Looks - 13. Murray Porter - Heart Of The Eagle- 14. Julian B - In Da City - 15. Leilani - Go Back - 16. Asani - Rez Sister - 17. Sliding Clyde Roulette - Redman - 18. Aaron White & John Densmore - Heart Beat
CD-2 1. Keith Secola - 4r Ancestors - 2. Alex Jacobs - Indian List - 3. Indigenous - Leaving - 4. Aaron White Blue Stone Project - John Doe - 5. Corn - Bred-General Sullivan - 6. Art Napoleon - Hunting Chant - 7. Star Nayea - Silenced My Tongue - 8. Derek Miller - Mystery Train - 9. Cary Morin - Lacrosse - 10. Quese Imc - Good Ol' Amerikka - 11. Butch Mudbone - It Was In The Old Times - 12. Faron Pappy Johns - Thru The Door - 13. Sandy Scofield - Layla's Lullaby - 14. Tonemah - There's A Train - 15. Keith Secola - 4r Ancestors
CD-3 1. M Girl - Kitaskinanaw - 2. Cochise Anderson - Kokopelli's Groove - 3. Keith Secola - Kokopelli Blues - 4. Jim Boyd - Inchelium - 5. George Leach - Indian Blues - 6. Derek Miller - Devil Come Down Sunday - 7. Cary Morin - Live A Little - 8. Pura Fe - Stand Up For Human Pride - 9. Charly Lowry - Brownskin - 10. Joy Harjo - Witchi Tai To - 11. Jason Burnstick Band - Ain't Goin Down - 12. Jim Boyd - Rebel Moon - 13. The Plateros - Lord Of All - 14. Gary Farmer - Gstripped Me Naked - 15. M Girl - Healing Song
V.A. „Legends Of Spiritual & Gospel – Folk & Country” Vol.2 Tropical Music 68.363 DVD DVD-Erscheinungstermin: 18. November 2008
The New Lost City Ramblers “Sourwood Mountain”/ “Rambling Boy”/ “Liza Jane”/ Tracy Schwarz “Sally Ann”/ Roscoe Holcomb “Born And Raised In Covington”/ “Barbara Allen”/ “Old Smoky”/ Cyprien Landreneau “La Palle d’Eronees”/ “La Valse des Opelousas”/ Cousin Emmy “Going Down The Road Feeling Bad”/ “Turkey In The Straw”/ “Give The Fiddle A Dram”/ The Stanley Brothers “How Mountain Gals Can Love”/ “Rank Stranger”/ Square Dance “Grey Eagle”/ “Chicken Reel”
Bishop Kelsey & Rev. John Little “Sermon: 23rd Psalm The Lord Is My Shepherd”/ Sister Leena Philips Jones “Lord, Send The Rain”/ Bishop Kelsey “Sermon: Second Epistle to Timothy 9”/ “I’m A Soldier”/ Inez Andrews & The Andrewettes “There Must Be A God Somewhere”/ “What Love”/ “Oh Mary, Don’t You Weep”/ Five Blind Boys Of Mississippi “Oh, Why”/ “Jesus Rose”/ “Lord You’ve Been Good To Me”/ Bishop Kelsey & Rev. John Little “Sermon”/ Johnson, Kelsey, Mincey “Tell Me How Long The Train Been Gone”
Ensemble “That Old Landmark”/ Bishop Kelsey & Ensemble “Sermon: Acts of the Apostles 2, 1-4 Shut Up In My Bones”/ The Harmonizing Four “Sometimes I Feel Like A Motherless Child”/ “We’re Crossing Over”/ “The Lord’s Prayer”/ Dorothy Norwood Singers “He’s A Shelter”/ “The Failure Is Not In God, It’s In Me”/ “Searching”/ The Gospelaires “Rest For The Weary”/ “I Feel The Spirit”/ Bishop Kelsey “Sermon: Book of Revelation 6,17”/ Ensemble “In The Great In Morning, Halleluh”
Nach den grossen Erfolgen der Folk-Blues- und den Spiritual-Gospel-Festivals hatte das Concert Büro Lippmann & Rau 1966 den Mut gefasst, dem europäischen Publikum auch eine weisse Variante nordamerikanischer Folklore zu präsentieren. Und wenn ich mich noch recht an Horst Lippmann erinnere, den ich in den 80er Jahren einmal für SWF3 interviewte, dann war er eben genau der Typ, der auf den Spuren des absolut Authentischen wandelte. Für ihn war es einfach unmöglich, dem damaligen Publikum die gängigen Hits aus den amerikanischen Country Hitparaden vorzustellen, z.B. Buck Owens „Waitin’ In Your Welfare Line“, Jim Reeves „Distant Drums“ oder Jack Greene „There Goes My Everything“. Nein, das war der „Bakersfield Sound“ und der kommerzielle „Nashville Sound“, das passte nicht zu Horst Lippmann. Er suchte zusammen mit Chris Strachwitz nach den authentischen Klängen abseits des Mainstream und wurde dort fündig, wo noch urwüchsig musiziert wurde, in den Bergwerksgemeinden von Kentucky, den Bergen von Virginia, in den Old-Time-Revival-Zirkeln von New York City und bei den Cajuns in Louisiana. Das war damals alles gut gemeint, doch Lippmann hatte die Rechnung ohne das deutsche Publikum und ohne die deutsche Presse gemacht. Das Publikum war auf den weissen puristischen Country- und Folk-Sound absolut nicht vorbereitet. Es gab damals im Radio keine aufklärenden Sendungen und die Presse reagierte entweder unbedarft oder ausgesprochen abwertend. Über Country Music schrieb man „Musik zum fröhlichen Bohnenverlesen“ oder der „Spiegel“ betitelte seinen Bericht zu dieser Folk & Country Tournee „Wenn die Kuh kalbt“. Damit konnte man natürlich keine Massen bewegen und so blieb diese Tournee, zumindest in Deutschland, erfolglos. Die Agentur Lippmann & Rau verzichtete dann auch folgerichtig auf weitere Folk & Country Festivals. Gott sei Dank hatte das SWF Fernsehen die ganze Tournee -Truppe vom 1. bis 3. März 1966 ins Studio nach Baden-Baden eingeladen, wo vor der eindrucksvollen Kulisse des Grafikers Günther Kieser eine fantastische Dokumentation amerikanischer weisser Folklore produziert wurde. Der später in den USA so berühmt gewordene Kameramann und Beleuchter Michael Ballhaus hatte auch hier schon seine eindrucksvollen Spuren hinterlassen.
Die Produktion wurde dann im deutschen Fernsehen auch gesendet, einige Zeit später auch nochmals wiederholt, aber das war es dann auch gewesen. In den 70er Jahren versuchten amerikanische Institutionen und Museen für ihre Archive eine Kopie dieser Dokumentation zu erhalten, es scheiterte immer an den Kosten.
Doch jetzt endlich, nach fast 43 Jahren, wird dieses 45 Minuten lange Dokument am 30. Januar 2009 in Deutschland auf einer DVD veröffentlicht.
Mit dabei die legendären New Lost City Ramblers (John Cohen, Mike Seeger und Tracy Schwarz), drei Großstädter aus New York City, die dem Zauber der Old Time Music verfallen waren und die alten Songs wieder zum Leben erweckten. Roscoe Holcomb, ein damals 52 jähriger Bergmann aus Kentucky (heutige Quellen besagen, er war bereits 55) war mit dabei, der trotz Asthma und Staublunge seine stark bluesgefärbten Songs im „High Lonesome Sound“ seiner Heimat vortrug und dazu Banjo und Mundharmonika spielte. Ebenfalls aus Kentucky stammte die energiegeladene und temperamentvolle Sängerin, Fiddlerin und Banjospielerin Cousin Emmy. Sie kam aus der alten Medicine-Show-Schule und soll einst Grandpa Jones das Banjospielen beigebracht haben. Cousin Emmy war 1966 bereits 63 Jahre alt und wurde bei dieser denkwürdigen Tournee von Musikern der Clinch Mountain Boys begleitet.
Cyprien Landreneau’s Cajun Band hatte man aus dem Mississippi Delta von Louisiana geholt, um die französisch-sprachige Variante amerikanischer Folklore zu dokumentieren. Es ist die Cajun Music, die Musik der noch heute französisch sprechenden Acadier, die im 18. Jahrhundert aus Kanada vertrieben wurden und in Louisiana eine neue Heimat gefunden hatten. Diese Gruppe bot zwei typische Beispiele ihrer Musikkultur, gespielt mit Fiddle, Akkordeon und Triangel, einen Two-Step und einen langsamen Walzer, gesungen wurde in einem alten französischen Dialekt.
Höhepunkt der Tournee und auch der TV-Produktion war, vor allem für die Freunde der Bluegrass Music, der Auftritt der Stanley Brothers mit ihren Clinch Mountain Boys. Zwei ihrer schönsten Songs präsentierten sie im Fernsehen: „How Mountain Gals Can Love“ und „Rank Stranger“, und kaum jemand konnte damals ahnen, dass dies wahrscheinlich die letzte Dokumentation der Stanley Brothers war, denn Carter Stanley starb etwa 9 Monate später, im Dezember 1966.
Abgerundet wurde die Fernsehproduktion mit Einlagen einer Squaredance-Formation mit Caller, den Baden-Baden Breakdowners, die man von der kanadischen Airbase Baden-Söllingen geholt hatte. Tracy Schwarz führte recht launig in seinem etwas holprigen Deutsch durch das Programm und kämpfte bei der Ansage der Square Dancers heftig mit deren Namen. Heissen sie nun Baden-Baden Backsteppers, Backbreakers oder tatsächlich Breakdowners? Tracy nahm es leicht und bedankte sich am Ende artig und etwas „zahnlos“ bei den „Friends and Neighbors“.
Danken wir dem Concert Büro Lippmann & Rau, dem SWR (1966 noch SWF) und der Initiative von Claus Schreiner von Tropical Music für dieses herrliche Dokument nordamerikanischer Folklore, das fast 43 Jahre in den Funkhausarchiven geschlummert hatte. Bild- und Ton-Qualität dieser Schwarz-Weiss-Produktion sind hervorragend.
Für die vielen Freunde der Spirituals und Gospels gibt es zwei zusätzliche SWF- TV-Produktionen auf dieser DVD, die im Rahmen von Festivals in den Jahren 1965 und 1966 jeweils in der Klosterkirche von Alpirsbach/Schwarzwald und der Epiphanias Kirche in Mannheim-Feudenheim aufgenommen wurden.
Mit dabei war jeweils Bishop Kelsey zusammen mit verschiedenen Gospel-Gruppen. Kelsey las aus der Bibel, predigte und feuerte die Sängerinnen und Sänger an. Dass die Klosterkirche in Alpirsbach total leer war und nur die amerikanischen Akteure vor dem Altar sich bewegten berührte schon damals, 1965, als die Produktion im Fernsehen lief, merkwürdig, heute, nach 44 Jahren ist es einfach unfassbar. In Mannheim-Feudenheim dagegen, war das Gotteshaus gut besetzt, die Atmosphäre dadurch lockerer und für die Gospel-Künstler sicherlich angenehmer und heimeliger.
Die Spiritual & Gospel Festivals des Concert Büro Lippmann & Rau kamen damals genauso wie die Folk-Blues-Festivals beim Publikum sehr gut an. Schliesslich war Joachim E. Berendt für die Redaktion zuständig und der hatte ja bekanntlich schon seit dem 31. März 1946 über den damals neugegründeten Südwestfunk in Baden-Baden die Jazzlandschaft Deutschlands beackert und das Publikum entsprechend aufgeklärt und vorbereitet. Wenn man allerdings heute, nach längerem zeitlichem Abstand diese expressive, ekstatische Vortragsweise der amerikanischen schwarzen Gospelgruppen wieder einmal geniesst, dann kann man einmal mehr nur den Kopf schütteln, über die geradezu statische Vortragsweise der in Deutschland immer häufiger auftretenden Gospel-Chöre. Ein bisschen mehr Lebendigkeit würde man sich da schon wünschen. Aber dies ist letztendlich auch eine Frage der Gene, des Kulturkreises und der Erziehung.
Kurz zusammengefasst: Diese DVD, dieses Stück amerikanischer Musikgeschichte, dokumentiert in Bild und Ton durch den SWF in den 60er Jahren, gehört in jede solide Country- oder Jazz-Sammlung.
Walter Fuchs 01.2009
CASH, Johnny - Johnny Cash's America (CD&DVD) DVD-Erscheinungstermin: 23. Januar 2009
Johnny Cash's America" heißt eine neue Dokumentation über das Schaffen der Country-Legende. Zu sehen gibt es darin auch rares Material wie Outtakes aus den "Nashville Skyline"-Sessions mit Bob Dylan, Proben der Highwaymen und einen BBC-Auftritt anlässlich des Comebacks. Sony Music veröffentlicht den Film am 23. Januar auf DVD in einer Box, als Bonus enthält diese auch noch einen Soundtrack auf CD mit 19 Songs. Überragendes Audio & Video Projekt mit einer wirklich gelungenen Doku, welche durch das seltene Material, den Schnitt und die Musik auch für Fans ohne Englisch Kenntnisse ein Erlebnis ist.
Disk: 1 1. Come Along And Ride This Train 2. Pickin' Time - Album Version 3. Five Feet High And Rising - Album Version 4. Big River - Album Version 5. Cry, Cry, Cry - Album Version 6. All Of God's Children Ain't Free - Album Version 7. Big Foot - Album Version 8. Don't Take Your Guns To Town - Album Version 9. Folsom Prison Blues - Live 10. Singing In Vietnam Talking Blues 11. What Is Truth 12. Man In Black - Album Version 13. Were You There (When They Crucified My Lord) - Album Version 14. Children, Go Where I Send Thee - Live 15. Ragged Old Flag - Album Version 16. Song Of The Patriot - Album Version 17. This Land Is Your Land - Live 18. I Am The Nation Disk: 2 1. Introduction (Stereo) - Video 2. Land (Stereo) - Video 3. Freedom (Stereo) - Video 4. Protest (Stereo) - Video 5. Justice (Stereo) - Video 6. Family (Stereo) - Video 7. Truth (Stereo) - Video 8. Faith (Stereo) - Video 9. Patriot (Stereo) - Video 10. Redemption (Stereo) 11. Credits (Stereo) - Video 12. More Thoughts On Cash (Stereo) - Bonus Material 13. Five Feet High And Rising from Star Route USA (1961) (Stereo) - Bonus Material 14. Home Movies From Cash's 1972 Performance At The White House (Stereo) - Bonus Material 15. "Hello I'm Johnny Cash..." from Shakespeare Was A Big George Jones Fan (Stereo) - Bonus Material 16. The Cash Family Tours Cash Childhood Home (Stereo) - Bonus Material 17. The Political Scrap Heap (Stereo) - Bonus Material
Walk the line - Extended Version [Blu-ray]
DVD-Erscheinungstermin: 18. November 2008 Darsteller: Reese Witherspoon, Joaquin Phoenix, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick, Larry Bagby Regisseur(e): James Mangold Format: Letterboxed Sprache: Französisch (DTS 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Unknown) Untertitel: Deutsch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Französisch, Norwegisch, Schwedisch Bildseitenformat: 16:9 FSK: Freigegeben ab 6 Jahren Studio: Twentieth Century Fox Home Entert. Produktionsjahr: 2005 - Spieldauer: 152 Minuten DVD Features: Film in der Extended Version - 17 Minuten mehr Film gegenüber der Kino-Version
Schon nach kürzester Zeit zum Klassiker avanciert, ist die Lebensgeschichte von Johnny Cash in hervorragender Bild- und Tonqualität erschienen. Schon die DVD war Top vom Bild her, die Blu Ray setzt noch einmal eins drauf.
1955 betrat ein unscheinbarer Gitarrenspieler die Räume des Sun Studio in Memphis. Mit seiner dunklen Stimme sang er intensive und aus dem Leben gegriffene Songs, wie man sie zuvor noch nicht gehört hatte. Es begann die Karriere des Johnny Cash, mit der er den Weg bereitete für Rock, Country, Punk, Folk und Rap.
Der Film bietet einen enorm intimen Einblick in die Höhen und Tiefen des Lebens dieses sagenumwobenen Johnny Cash. „Walk the Line“ ist ein bewegender und musikalisch dynamischer Film über den jungen Johnny Cash, der die Musikszene revolutionierte und zur Ikone wurde.
Nominiert für 5 Oscars (Beste Schauspielerin, Bester Schauspieler, Bester Schnitt, Bestes Kostüm, Bester Ton) ist das bewegene und unterhaltsame Film-Biographie von Regisseur James Mangold der perfekte Film für den heimischen Videoabend. Minimales Flimmern bei Flächen ist das Einzige was den Filmgenuss trübt.
The Dixie Chicks - Shut Up & Sing
Erscheinungsdatum: 04.02.2008 Darsteller: Martie Maguire, Natalie Maines, Emily Robison Regisseur(e): Barbara Kopple, Cecilia Peck Format: PAL Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0) Untertitel: Deutsch Region: Region 2 Bildseitenformat: 4:3 FSK: Freigegeben ab 12 Jahren Studio: Ufa/DVD DVD-Erscheinungstermin: 4. Februar 2008 Spieldauer: 88 Minuten
SHUT UP AND SING begleitet die Dixie Chicks (Songs wie "White Trash Wedding" oder "Not ready to make nice") drei Jahre lang quer durch die Vereinigten Staaten. Vom Status einer "Everybody's Darling"-Country Band entwickelten sich die drei Ladies zu den erfolgreichsten weiblichen Künstlern der USA. Nach der legendären Anti-Bush-Rede der Sängerin Natalie Maines, im März 2003, sahen sie sich jedoch Anfeindungen US-amerikanischer Medien ausgesetzt. Besonders Radiostationen im Süden boykottierten ihre Songs. Die zweifache Oscar Gewinnerin Barbara Kopple ("Harlan County U.S.A.") porträtiert nicht nur drei außergewöhnliche Frauen, sondern liefert eine Dokumentation über die wundervolle Mischung aus Zivilcourage und der Musik, in der das gesamte Herzblut der engagierten Texanerinnen steckt. Der Film verwendet Bildmaterial aus verschiedenen Quellen, das in der Regel mit Video aufgezeichnet wurde. Dementsprechend schwankt die Qualität. Am meisten fällt die mäßige Schärfe auf, die sich quer durch den ganzen Film zieht. Dazu kommen ein deutliches Bildrauschen und eine stellenweise verbesserungswürdige Kompression.
Der Ton liegt ausschließlich in Englisch (DD 2.0) vor. Dazu gibt es optionale deutsche Untertitel (allerdings nicht für die Songs). Auch der Ton setzt sich aus vielen verschiedenen Quellen zusammen: Konzertmitschnitte, TV-Reportagen, Interviews oder private Aufnahmen von zu Hause. Gerade die detailreichen Konzertaufnahmen klingen dabei sehr gut und bieten sogar im Bassbereich kräftige Töne.
Neben dem originalen Kinotrailer gibt es nur noch drei kurze Interviews mit bescheidenem Informationsgehalt: ein Interview mit den drei Dixie Chicks (ca. 4 min), ein Interview mit Regisseurin Barbara Kopple (ca. 3 min) sowie ein Interview mit Regisseurin Cecilia Peck (ca. 12 min). Alle drei Interviews liegen nur in Englisch ohne jegliche Untertitel vor.
SHUT UP & SING (USA, 2006) ist mehr als eine normale Musik-Doku über irgendeine Band. Dieser Film ist in der Tat auch ein Stück Zeitgeschichte, das die hässliche Seite der USA ungeschminkt aufzeigt. Bei einem Konzert in London 2003, zur Zeit des gerade durch Lügen und Manipulationen angezettelten Irakkrieges, rief die Leadsängerin der Band THE DIXIE CHICKS ins Publikum, sie schäme sich, dass der Präsident der USA aus Texas stamme (so wie die Gruppe). Von den darauffolgenden Reaktionen und den Auswirkungen auf die Band berichtet der Film. Denn sofort nach bekanntwerden dieser Aussage begann eine unvergleichliche Hasskampagne, die mit einem bestens organisierten Boykott von einflussreichen Organisationen extrem konservativer Rechter einherging, die in Todesdrohungen gipfelte. Da wurden Radiostationen unter Druck gesetzt, keine Songs der Band mehr zu spielen, da wurden CDs in den Müll geworfen und öffentlichkeitswirksam verbrannt. Wer da an Bücherverbrennungen denkt, liegt sicher nicht falsch, so weit ist man auch nicht mehr davon entfernt.
Es läuft definitiv etwas falsch im „home of the brave and land of the free“, das wurde selten so deutlich wie in der Regierungszeit des George W. Bush. Die Supermacht, die sich gerne überheblich als „gods own country“ bezeichnet, blamierte sich gewaltig und machte sich unglaubwürdig, wo es doch stets Werte wie Demokratie, Freiheit und besonders Meinungsfreiheit hochhält und an andere Länder appelliert, sich daran zu halten. Manchmal zog man sogar in den Krieg, um diese Werte einzufordern. Doch im eigenen Land gilt das alles scheinbar nicht. Ein unwiderlegbarer Beweis absoluter Heuchelei und bigotter Politik.
Die Doku eignet sich auch für Leute, die keine Country-Musik mögen, zeichnet es doch ein bedauernswertes Portrait eines Landes, das voll von Ignoranz und Dummheit ist und an einer weitverbreiteten Krankheit namens Patriotismus leidet, deren Symptom unreflektierte Lobhudelei und unkritische Unterstützung der Regierung ist, egal welche Verfehlungen existieren. Da wird das alte Klischee, dass Country-Fans weitgehend erzkonservative Rednecks sind, also regierungshörige, politisch naive Hinterwäldler mit einem faden Beigeschmack von Rassismus und Krypto-Faschismus, nicht nur belebt, sondern bestätigt. Es ist ein tolles Land, das stets nur so lange kriegsgeil ist, solange es so aussieht, als ob man gewinnt. Erst als man zu verlieren droht, will man sein früheres Eintreten nicht mehr wahrhaben. Tatsächlich gewann die Band vielerorts erst breite offizielle Unterstützung, als der Irakkrieg umschwenkte, immer unpopulärer wurde und auch die Meinungsumfragen für Bush massiv sanken. An dieser hasserfüllten Reaktion verzweifelt die Musikgruppe aber nicht etwa und knickt ein, sondern wächst sogar noch daran, orientiert sich um und erfindet sich neu. Ein neuer Stil und ein neues Publikum für eine neue Band.
SHUT UP & SING zeigt die USA in keinem guten Licht und beweist, dass die Meinungsfreiheit nur für bestimmte Leute gilt, nämlich für jene, die stets zu allen Taten der Regierung zustimmen und sonst ihren Mund halten. Amerika ist ein gespaltenes Land und dürfte noch lange nachdem Bush Jr. endlich den Platz im „Weißen Haus“ räumen muss an den massiven weltweiten Nachwirkungen dieser korrupten und kriminellen Regierung zu knabbern haben.
DVD Palace de Carlito Brigante / 10.05.2008
V.A. „Country Style U.S.A. – Season 1“ Bear Family DVD BVD 20111
Jim Reeves: Waiting For A Train/Am I Losing You/ According To My Heart// June Webb: It’s Too Late When Love Dies// Little Jimmy Dickens: I’m Coming Over Tonight/We Could/ Big Sandy/ Just A Closer Walk With Thee// Anita Carter: Making Believe// Faron Young: I’m Gonna Live Some Before I Die/ I Miss You Already/ Sweet Dreams// The Ladell Sisters: Glad Rags// Ernest Tubb: Jealous Loving Heart/ Will You Be Satisfied That Way/Don’t Forbid Me// Wilburn Brothers: I’m Settin’You Free// Ernest Tubb & The Wilburn Brothers: When Jesus Calls// Webb Pierce: I Don’t Care/It’s My Way/ Jealous Hearted Me// Minnie Pearl: Comedy// Jean Shepard: Sad Singin’ And Slow Ridin’/ If You Can Walk Away/ Just Give Me Love// Hawkshaw Hawkins: My Fate Is In Your Hands// Ray Price: You Done Me Wrong// Ray Price & Van Howard: I’ve Got A New Heartache/ Wasted Words// Joan Hager: I’ll Always Love Another Woman’s Man// Tommy Jackson: Liberty// Marty Robbins: I Can’t Quit/ Singing The Blues/ Knee Deep In The Blues/ The Same Two Lips// Joyce Paul: Your Cheatin’ Heart// George Morgan: You’re A Little Doll/ Almost// Judy Lynn: Tip Toe// George Morgan & Floyd Robinson & Ray Edenton: There Goes My Love/ Who At My Door Is Standing// Carl Smith: You Are The One/ You Can’t Hurt Me Anymore/ Before I Met You/ I Dreamed Of The Old Rugged Cross// Mimi Roman: Singing The Blues// Goldie Hill: New names, New Faces/ Sample My Kisses/ Footsteps/ Ain’t Gonna Wash My Face// Red Sovine: Down On the Corner Of Love// Ferlin Husky: I Feel Better All Over/ If You Be My Baby// Ferlin Husky & Cathy Copas: Hey Good Lookin’// Cathy Copas: Love Me Now// Simon Crum: Sixteen Tons/ More And More/ You And Me// Roy Acuff: Sunshine Special// Jimmie Riddle: The Tennessee Fox Chase// Bashful Brother Oswald: Mountain Dew// Rod Brasfield: Comedy// Jeri Johnson: I Want To Be Loved// Roy Acuff & Jeri Johnson: That Glorybound Train
V.A. “Country Style U.S.A. – Season 2” Bear Family DVD BVD 20112 Ray Price: Release Me// Ray Price & Van Howard: It’s All Your Fault/ My Shoes Keep Walking Back To You// Susie Arden: I’m Available// Lonzo & Oscar: She’ll Be Coming Round The Mountain/Comedy/ He’s A Fallen Star// Mary Randolph: Somebody’s Cryin’ Over Me// Hank Snow: I’m Movin’ On/ Tangled Mind/ San Antonio Rose/ I Don’t Hurt Anymore// Nan Castle: My Angel With Thorns// Lester Flatt & Earl Scruggs & The Foggy Mountain Boys: Don’t Let Your Deal Go Down/ Randy Lynn Rag/ Is There Room For Me// Hylo Brown & The Foggy Mountain Boys: Lost To A Stranger// Charles ‘Little Darlin’ Elza: Tap Dancing// Johnny Cash: There You Go/ Give My Love To Rose/ Home Of The Blues// Carolee Cooper: White Silver Sands// Faron Young: Honey Stop!/ Vacation’s Over/ How Long Has It Been// Skeeter Davis: He Left His Heart With Me// Hawkshaw Hawkins: Sunny Side Of The Mountain/ Is My Ring On Your Finger// Helen Carter: Is This My Destiny// Benny Martin: Me And My Fiddle/ Torch Of Love/ Look What You Done// Rita Robbins: Teenage Crime// Pee Wee King: Bonaparte’s Retreat/ Tennessee Waltz/ You Belong To Me/ Slow Poke// Minnie Pearl: Comedy// Bobby Lord: So Doggone Lonesome/ Without Your Love/ Butterfly/ Hawk-Eye// Judy Carman: I’m The Queen Of All The World// Justin Tubb: I’m A Big Boy Now/ If You’ll Be My Love/ The Party’s Over// Shirley Webb: Teardrops In My Heart// Don Helms: B-Bowman Hop// Jim Reeves: Yonder Comes A Sucker/ Four Walls/ Anna Marie// Jim Reeves & The LaDell Sisters: I’ll Fly Away// The LaDell Sisters: Bye Bye Love// Roy Acuff: Pins And Needles/ Streamlined Cannonball// Jimmy Riddle: Clarinet Polka// Kitty Wells: Making Believe// Roy Acuff & Kitty Wells: I Saw The Light// Bashful Brother Oswald: Columbus Stockade Blues
V.A. “Country Style U.S.A. – Season 3” Bear Family DVD BVD 20113 Eddy Arnold: Anytime/ Till You Come Back Again/ I’ll Hold You In My Heart// Chet Atkins: Black Mountain Rag// Ferlin Husky: Yes I Will/ All Of The Time/ Gone// The Wilburn Brothers: Till I’m The Only One/ Cry Baby Cry// Ray Price: Please Don’t Leave Me/ City Lights// Skeeter Davis: I Forgot More Than You’ll Ever Know// Ray Price & Roger Miller: Invitation To The Blues// Mac Wiseman: Goin’ Like Wildfire/ Tis Sweet To Be Remembered/ Love Letters In The Sand/ Keep On The Sunny Side// Joyce Moore: I’ll Never Let You Go// George Morgan: Mississippi/ Candy Kisses/ Have Thine Own Way, Lord// Mimi Roman: Mama Says// Don Gibson: Blue Blue Day/ Give Myself A Party/ Look Who’s Blue/ Oh Lonesome Me// The Jordanaires: In That Great Judgement Morning// Carl Smith: You Are The One/ Mr.Lost/ The Nail-Scarred Hand// Carl Butler: When The Blues Come Around// Marty Robbins: Nothing But Sweet Lies/ Most Of The Time/ Singing The Blues// The Anita Kerr Singers: Somebody Stole My Gal// Faron Young: Alone With You/ Every Time I’m Kissing You/ That’s The Way I Feel// Dolores Dinning: Lonesome Road// The Browns: The Trot/ Would You Care/ I Heard The Bluebirds Sing// Floyd Tillman & Hank Garland: Slipping Around// The Carter Sisters & Mother Maybelle: It’s My Lazy Day/ Foggy Mountain Top// Anita Carter: Blue Doll// Sammy Salvo: I Can’t help It// Benny Martin: On the Banks Of The River Rio Grande/ My Fortune/ I Heard My Mother Call My Name In Prayer// Tony Goodman: T. For Texas// Hank Snow: Big Wheels/ Among My Souvenirs/ Just A Faded Petal From A Beautiful Bouquet// Del Wood: Echo Waltz
V.A. “Country Style U.S.A. – Season 4” Bear Family DVD BVD 12114 Faron Young: Is She All You Thought She’d Be/ A World So Full Of Love// Faron Young & Darrell McCall: Forget The Past// The Jordanaires: Down By The Riverside// Faron Young: Sweet Dreams// Faron Young & Darrell McCall: There’s Not Any Like You Left// Faron Young & the Jordanaires: I’ll Be Alright// Billy Walker: Changed My Mind// Faron Young: Live Fast, Love Hard, Die Young// Faron Young & The Jordanaires: The Shrine Of St.Cecilia//Billy Grammer & The Jordanaires: Gotta Travel On// Faron Young & Darrell McCall: Your Old Used To Be// Faron Young & The Jordanaires: Riverboat// Faron Young: That’s The Way It’s Gotta Be// The Jordanaires: One Of These Mornings// Faron Young & Darrell McCall: Face The Wall// Faron Young: Alone With You/ Bouquet Of Roses/ That’s The Way I Feel// Patsy Cline: Walkin’ After Midnight// Faron Young & Darrell McCall: My Country Girl/ Chattanooga Shoe Shine Boy/ Forget The Past// Skeeter Davis: Am I That Easy To Forget// Faron Young: Goin’ Steady/ Tennessee Waltz// Bobby Sykes & The Jordanaires: Having Myself A Ball// Faron Young & The Jordanaires: Riverboat// Faron Young: If You Ain’t Lovin’/ Making Believe// Roy Drusky & The Jordanaires: Anymore// Faron Young & Darrell McCall: Your Old Used To Be// Faron Young: I Hear You Talkin’/ I Miss You Already/ When I’ve Learned Enough To Live I’ll Be Old Enough To Die// Joan Hager & The Jordanaires: Why Do I Love You, Darling// Faron Young: I’ve Got Five Dollars And It’s Saturday Night/ You’re Still Mine// Faron Young & Darrell McCall: Face The Wall// Jimmy Newman: Wanting You With Me Tonight// Faron Young: I’m Gonna Live Some Before I Die/ Alone With You// Faron Young & Darrell McCall: Country Girl// Johnny Seay: Streets Of Laredo// Faron Young: Sweet Dreams// Faron Young & The Jordanaires: Hey Good Lookin’// Hank Garland: Sugarfoot Rag// Faron Young: A World So Full Of Love/ Is She All You Thought She’d Be// Faron Young & The Jordanaires: I’ll Be Alright// Buck Owens & Darrell McCall: Above And Beyond
Obwohl in den USA der 2-jährige Wehrdienst in den 50ern und sogar bis in die frühen 60er Jahre noch obligatorisch war, suchte die U.S. Armee dringend junge Männer für eine längere Militärkarriere. Aus diesem Grund heuerte man einen gewissen Charlie Brown an, um Werbeprogramme für die Armee zu produzieren, zunächst fürs Radio, später fürs Fernsehen. Das Konzept war sehr einfach: Unter dem Titel „Country Style U.S.A.“ holte man von Fall zu Fall einen grossen Country Star ins Studio, liess ihn ein paar grosse Hits singen und packte auch noch einen Special Guest dazu. Dazwischen lief dann eine attraktive Werbung für den Dienst in der Armee mit allen grossartigen Möglichkeiten, zum Beispiel einen tollen Beruf zu erlernen, zu reisen und die Welt zu sehen.
1957 wurden die anfänglichen Radio-Recruiting-Shows auch aufs Fernsehen ausgedehnt, die dann regelmässig bis 1961liefen. So half das amerikanische Militär, ein paar grosse Country Stars wie etwa Marty Robbins, Hank Snow, Eddy Arnold, Roy Acuff, Flatt & Scruggs, Buck Owens oder die Carter Family in ihrer grossen Zeit, den 50er und frühen 60er Jahren, im Film festzuhalten und späteren Generationen zu dokumentieren. Dabei entstanden diese Werbe-Shows in einer ausgesprochen lockeren, familiären Atmosphäre, moderiert meist von den Privates Charlie Applewhite oder Jody McCrae. Deshalb sind diese 4 neuen DVDs, die alle 52 damals produzierten TV-Army-Werbeshows ungekürzt präsentieren, eine Fundgrube für alle zu spät geborenen Fans, die ihre alten Idole auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren nicht nur hören, sondern auch einmal sehen wollen. Die Bild- und Ton-Qualität ist lupenrein und kristallklar, sodass jeder, der in den 50er Jahren noch nicht nach Nashville reisen konnte, bezw. damals noch gar nicht geboren war, sich die Atmosphäre jener Zeit in sein Wohnzimmer holen kann. Zu jeder DVD gibt es zusätzlich Mini-Biographien und seltene Fotos.
Walter Fuchs für CMNet 02 2008
Robert Altman's Last Radioshow
Darsteller: Marielouise Burke, Woody Harrelson, L. Q. Jones Regisseur(e): Robert Altman Format: Dolby, PAL, Surround Sound Sprache: Deutsch, Englisch Region: Region 2 Bildseitenformat: 16:9 Anzahl Disks: 1 Studio: Galileo Medien AG DVD-Erscheinungstermin: 25. Oktober 2007 Spieldauer: 105 Minuten
Robert Altmans letzter Film ist auch ein Abschied von einer musikalischen Ära: 'Robert Altman's Last Radio Show' (2006) ist eine Ode an die unverfälschte, ehrliche Country-Musik, bevor sie zum Kommerzprodukt wurde. Musiker auf der Bühne, dazu Interviewausschnitte aus dem Backstage-Bereich, roh und ohne Stimme aus dem Off: Der Regisseur ist mehr Dokumentarist als Kommentator, wovon man sich jetzt auf DVD überzeugen kann.
'A Prairie Home Companion' hieß vor vielen Jahren eine Radio-Show in den USA, die aus dem Herzen Minnesotas heraus ins ganze Land übertragen wurde.
Es spielten die Koryphäen der Country-Music, und es war eine Ehre, an dem zweistündigen Samstagnachmittagsprogramm teilzunehmen. Zwar gibt es die Show mittlerweile wieder, doch Ende der 80er-Jahre schien sie ein bitteres Ende nehmen zu müssen.
80-jährig hat sich Robert Altman vor knapp zwei Jahren daran gemacht, diese letzte Radio-Show und all die damit verbundenen persönlichen Tragödien in den Reihen der Musiker zu verfilmen.
Der missverständliche deutsche Filmtitel entbehrt nicht eines gewissen morbiden Untertons: 'Robert Altman's Last Radio Show' war tatsächlich die letzte Kinoarbeit des Regie-Altmeisters aus dem mittleren Westen der USA, der wie kein anderer Filmemacher in den USA für seine teils spektakulären Ensemblefilme bekannt war.
Auch 'A Prairie Home Companion' besetzte Altman bis in die Nebenrollen nicht nur hochkarätig, sondern auch klug: Die gesanglichen Qualitäten von Woody Harrelson, Lindsay Lohan, John C. Reilly, Meryl Streep und Lily Tomlin sind unbestritten.
Weiterhin treten Tommy Lee Jones, Kevin Kline und Virginia Madsen als Klammerfiguren auf, die im Kontext der Geschichte von Bedeutung sind. Schließlich geht es um das wirtschaftliche Aus der Sendung.
Jones ist als gefühlloser Geschäftsmann zu sehen, dem es nicht schnell genug gehen kann, dass der Vorhang fällt. Kevin Kline spielt den schmierigen Betreiber der Show, der zwar keine Ahnung von Musik hat, schließlich aber doch erkennen muss, dass mehr dahinter steckt als kurzweilige Unterhaltung. Mit ihrer Mischung aus Musik, dem Vortragen von Witzen und vorgelesenen Werbeunterbrechungen war die 'Prairie Home Companion' zu einer festen Instanz in der Rundfunk- und Konzertgeschichte Amerikas geworden.
Dass die Show in Wirklichkeit überlebte, relativiert die Aussage des Films nicht. Es ist die Geschichte über das Ende einer Ära, die heute nicht mehr in ihrer Authentizität und mit ihren Protagonisten funktionieren würde. Seit März dieses Jahres kann man die neue Show sogar über das amerikanische Satelliten-Radio XM empfangen, wo auch Bob Dylan einen eigenen Sender betreibt. Robert Altman hat das nicht mehr erlebt.
Satte Farben und gute Schärfewerte zeichnen das Bild der DVD aus. Der Sound überzeugt mit Dynamik und ausgezeichneter Musikwiedergabe. Bonusmaterial, darunter den ungeschnittenen Soundtrack als Bühnenshow, gibt es nur in der zehn Euro teureren Special Edition.