|
BOSS HOSS - Internashville Urban Hymns Erschienen: 23.05.05 Label: Islands / Universal Titel . 1. Yee Haw 2. Hey Ya 3. Toxic 4. Loser 5. Sabotage 6. Hot in Here 7. Seven Nation Army 8. Drowned in Lake Daniels 9. A little less Conversation 10. Hey Joe 11. Eyes without a Face 12. Unbelievable 13. All the Things she said 14. Remedy 15. Word up 16. Like Ice in the Sunshine
Da diese Band neu am Markt ist, habe ich mal etwas geforscht wie dieses ungewöhnliche Projekt der " glorreichen Sieben " entstanden ist. Man traf sich vor etwa 2 Jahren in einer Gaststätte und entwickelte die Idee Lieder von z.B. den Beastie Boys, Outkast, Eminem u.v.a. mehr zu Covern und sie im Countrygewand zu spielen. Dies wurde nun Ende letzten Jahres verwirklicht und man veröffentlichte die erste Single " Hey Ya " um nun auch das Album mit einigen selbst geschriebenen und den o.g. Coversongs nachzuschieben. Das ihr Label mit dem Slogan " Schluss mit verschnarchter Lagerfeuerromantik und angestaubten Saloonsound " wirbt ist sicherlich nicht allzu verwunderlich. Boss Hoss sollen hier die moderne, andere Definition von Countrymusic präsentieren. Mit dem 1979 für den Film " Urban Cowboys " entwickelte und auch etwas anderem Genre " Urban Country " ( nicht zu verwechseln mit Keith Urban ) hat diese Musik nur bedingt oder gar nichts zu tun. Die CD wurde in den Starbase-Sonnenstudios in Berlin produziert.
Mit ihrem ca. 56 Minuten langen Album schlagen die sieben von Boss Hoss wirklich andere und ungewohnte Töne für die Countrymusic an, aber man muß sagen das einiges ganz gut gelungen ist ( auch wenn ich mich insgesamt mit der CD nicht anfreunden kann ). Letztlich gefallen mir die Songs " Yee Haw " ( Eigenkomposition ), der Singlehit " Hey Ya ", " Drowned in Lake Daniels " ( Eigenkomposition ), " Eyes without a Face " und der u.a durch die Langnese Werbung bereits in den vergangenen Jahren bekannt gewordene Song " Like Ice in the Sunshine " noch am Besten. Die Lieder " Toxic ", " A little less Conversation " und " Unbelievable " sind auch noch akzeptabel.
Man merkt das die Künstler sowohl gesanglich als auch musikalisch voll bei der Sache sind. Trotzdem sehe ich die CD als Anhänger des Countrygenres mit geteilten Gefühlen. Einerseits versucht eine deutsche Band den Bereich " Country " etwas populärer zu machen, andererseits frage ich mich ob es wirklich die Countrymusik ist die man hören möchte. Etwas überflüssig sind meiner Meinung nach die kurzen Spracheinleitungen vor den Songs und bei manchen Liedern die Abschlüsse ( u.a. mit Reitgeräuschen ). Auch wenn man mir nachsagen sollte, daß man den Begriff Countrymusic nicht mehr so eng sehen darf, kann ich nur sagen das diese CD bei mir nicht gut ankommt wie evtl bei anderen, die mehr auf den Crossoverbereich stehen. Charttechnisch mußte die Gruppe nach dem Einstieg auf Platz 11 in den deutschen Hitlisten von Media Control in der zweiten Woche einen Einbruch bis auf Platz 28 hinnehmen...
Bei mir liegt dieses Album daher nur im Mittelfeld und ich würde es daher bedingt weiter empfehlen.
Dirk Berndt, Juni 2005
|